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5 Mythen über LRS, die leider immer wieder verbreitet werden.

 Eine Behauptung wird nicht dadurch richtig,
dass sie ständig wiederholt wird.

Immer wieder höre oder lese ich Einstellungen zum Thema LRS, die mich downloadbutton-klaufregen.
Ich möchte hier an dieser Stelle diesen Mythen mal etwas entgegensetzen.
Lies dir diesen Beitrag bis zum Ende durch.

Vielleicht erfährst du andere Sichtweisen, die dem Thema Lese-Rechtschreibschwäche viel von seinem Schrecken nehmen.

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Und noch eines vorweg:
Alle Ansichten, die ich hier schreibe, resultieren aus meiner Erfahrung als Lerntrainer seit 1997.
Ich weiß also, wovon ich rede.

 

  1. LRS ist angelernt. Legasthenie angeboren.
  2. LRS kann man behandeln. Legasthenie nicht.
  3. LRS Therapien brauchen viel Zeit, bis sich etwas verändert.
  4. Wer schnelle Erfolge verspricht, ist nur auf’s schnelle Geld aus.
  5. Einfache Therapien können nicht funktionieren.

Beginnen wir mit dem ersten Punkt:
LRS ist angelernt. Legasthenie angeboren.

Es gibt Wissenschaftler, die diese These verbreiten.
Manche behaupten sogar, dass sie das Gen entdeckt haben, das für die Legasthenie verantwortlich ist.

Das führt übrigens dazu, dass in manchen Bundesländern Legasthenie als nicht therapierbar angesehen wird… Das ist traurig.

Vor einigen Jahren machten die Berichte über das Legasthenie-Gen die Runde. Heute sind die Stimmen leiser geworden. Aber es gibt sie noch.

Lese-Rechtschreibschwäche – also kurz LRS – wird sozusagen erworben.

Konkret bedeutet das, dass ich durch mein Umfeld und die Lernbedingungen zum LRS-Kind werde.

Dieser Theorie könnte ich mich sogar ein kleines Stück weit anschließen. Ich glaube nämlich, dass unser Schulsystem einiges zum Entstehen von LRS beiträgt. Mehr dazu habe ich in meinem Artikel „5 Fakten über Schule, über die niemand spricht“ veröffentlicht.

Fakt ist für mich:
LRS und auch Legasthenie sind lediglich Begriffe.
Damit schafft man Kategorien,
in die die Kinder dann eingeordnet werden können.

Ich definiere die Probleme der Kinder einmal anders:

Die Kinder haben einen anderen Zugang zum Lesen und Schreiben, als die anderen. Deshalb kommen sie mit den „normalen“ Lehrmethoden in unseren Schulen nicht klar.

Normal sind die Methoden, die bei uns im Unterricht halt den Vorrang haben. Unterricht basiert bei uns vorwiegend auf dem Hören. Und dieser Kanal hilft den meisten der betroffenen Kinder nicht.

Du musst mir hier nichts glauben!

Aber schau in die Hefte deines Kindes:

Wie viele Wörter findest du, die so geschrieben sind,
wie dein Kind sie hört?
Eines?
Mehrere?
Vielleicht sogar ganz viele?
Dann kann ja doch etwas dran sein…

Übrigens:
Nicht einmal die Hälfte der Wörter in der deutschen Sprache sind lautgetreu. Die werden genau so geschrieben, wie wir sie hören.

Der Umkehrschluss:
Über die Hälfte der Wörter werden anders geschrieben, als wir sie hören. Da nutzt es nichts, wenn die vorwiegende Lernmethode das Hören ist…

 

Der 2. Mythos
LRS kann man behandeln. Legasthenie nicht.

Dieser Satz ist eigentlich nur die logische Folge.
Ergibt sich also aus dem vorherigen Absatz.

Ist doch klar:
Wenn Legasthenie genetisch bedingt sein soll, dann ist das ein biologisches Eigenschaft. 

Wie blonde oder braune Haare.
Die kann ich auch nicht durch Therapie verändern.
Sondern nur durch Chemie.

Wenn LRS hingegen „erlernt“ ist … dann muss man ja auch was machen können.
Andere Ticks unserer Kinder können wir ja schließlich auch beeinflussen.
Das nennt man Erziehung.

Meine Haltung hierzu:
(Jetzt könnte ich fast wieder auf den vorherigen Absatz verweisen.)

Beides sind für mich nur Begriffe.
Mir war es in Trainings mit Kindern schon immer gleichgültig,
wie die „offizielle“ Diagnose lautet.

Und ich sage dir … das ist nicht immer einfach.

Da sitzt beispielsweise eine Mutter und hält eine Diagnose der Medizinischen Hochschule in Händen. So eine Diagnose hat Gewicht. Für alle Eltern. Da musste ich echte Überzeugungsarbeit leisten, um dem Kind helfen zu dürfen… Aber geklappt hat es trotzdem. 😉

Diese Kinder haben lediglich einen andere Zugang zum Lesen und Schreiben, als die meisten anderen.
Dabei bleibe ich!

Und die meisten dieser Kinder können fehlerfrei Lesen und Schreiben erlernen.
Man muss ihnen halt nur zeigen, wie sie das machen müssen.

Mythos 3:
LRS-Therapien brauchen viel Zeit, bis sich etwas verändert.

Ja, das wird auch immer wieder gerne behauptet.
In erster Linie von Einrichtungen, die lang angelegte Programme anbieten.
Aber auch von Wissenschaftlern.

Ganz im Ernst:
Es gibt eine Veröffentlichung einer Uni-Klinik, die eine Therapieform „empfiehlt“, die erst nach zwei Jahren Verbesserungen zeigt.
Durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt.

Das schlimmste daran?

Die Kinder, die in dieser Studie teilgenommen haben, zeigten nach drei Monaten schlechtere Ergebnisse, als die Kinder, die gar keine Behandlung erfahren hatten…
Und erst nach sechs bis sieben Monaten waren die Kinder wieder mit denen ohne Behandlung auf gleichem Level.
Da muss ich doch nicht wirklich noch was zu sagen, oder?

Schlimm finde ich daran, dass so etwas bei uns veröffentlicht wird. Und weil es von einer Uni-Klinik kommt, wird es geglaubt.
Ist ja schließlich von einem Professor unterschrieben…

Viele Institute versuchen Eltern in dem Glauben zu bestärken, dass Behandlungen viel Zeit brauchen.
Dahinter steht meist ein rein wirtschaftlicher Gedanke.
Wenn Eltern erst einmal glauben, dass man voraussichtlich zwölf bis 18 Monate braucht… dann ist es leicht ihnen einen Jahresvertrag zu verkaufen.
Für das Institut eine sichere Einnahme.
Gut, oder?

Ich muss hier noch einmal den Satz vom Anfang dieses Artikels einfügen:

„Eine Aussage wird nicht richtiger,
nur weil sie ständig wiederholt wird.“

In meinen Lerntrainings mit Kindern erlebe ich immer und immer wieder, dass die Kinder bereits nach drei Wochen Wörter richtig schreiben. 

Sicher richtig schreiben.

Und: Ja, ich meine hier Wörter, die vorher Probleme gemacht haben!

Eltern zu erklären, dass etwas so schnell wirken kann, wird dann plötzlich zum Problem.
Ist doch eigentlich schade, oder?

Ich lass die Eltern aber beim Training daneben sitzen. 
Die bekommen es also sozusagen live mit.

Und in meinem Trainingsprogramm verhält es sich genauso.
Dein Kind wird bereits nach drei Wochen Problemwörter korrekt schreiben.

Soll ich dir jetzt erzählen, dass es lange dauert?
Oder soll ich von kurzfristig reden?

Wenn dir eine gute Anregung dazu einfällt, dann schreibe mir doch einen Kommentar unter diesem Artikel.
Würde mich echt freuen.

Mythos 4:
Wer bei LRS schnelle Erfolge verspricht, ist nur auf’s schnelle Geld aus.

Wieder ein Vor-Urteil.

Meistens von Leuten verbreitet, die lieber an einem Problem festhalten, als eine Lösung zu nutzen.

Doch ganz offen:
Ich habe in meiner Praxis häufiger Eltern kennen gelernt, die nach immer neuen Wegen gesucht haben. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sich das Problem der Kinder zum Zweck der Beziehung entwickelt hat.
Das klingt ganz schön eingebildet, oder?
Ist aber meine Wahrnehmung.

Ich kann mich noch ganz genau an ein Ehepaar erinnern, die bei mir sogar ein Seminar besucht hatten. Die waren beide ziemlich begeistert und machten auf mich auch einen überzeugten Eindruck.
Nur Termine für ihr Kind wollten sie noch nicht vereinbaren. 
Haben sie auch nie getan.
Das fand ich damals traurig für das Kind.

Aber ich habe etwas daraus gelernt.

Ein Kollege hat es mal so formuliert:
Du kannst einen Hund nicht zum Jagen tragen.

 

Jetzt aber zurück zur Überschrift dieses Absatzes:

Klar begegnet mir dieser Satz auch in meiner Praxis.
Spannend finde ich, wenn ich dann die Vorgeschichte der Eltern kennen lerne.
Meistens sind das Eltern, die bereits eine oder mehrere Therapien ausprobiert haben. Die haben manchmal schon ein oder zwei Jahre lang Therapien aus eigener Tasche bezahlt.
Oft mehrere Tausend Euro.

Kein Witz.
Und jetzt kommen sie zu jemandem, der sagt, dass bereits nach drei Wochen …
Da kann ich verstehen, dass die erst mal ablehnend reagieren.

Was soll ich denn machen, wenn mein Lerntraining bereits nach wenigen Wochen Ergebnisse bringt?
Soll ich’ verschweigen?
Wäre blöd, oder?

Ach ja, da ist ja noch der zweite Teil des Satzes:
Ich nehme Geld dafür.
Also ich finde das korrekt.

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter:
Wenn ich kein Geld nehmen würde – dann würde es sowieso niemand glauben.
Ganz ernsthaft – so ist meine Erfahrung.
Ich habe früher oft Dinge verschenkt. Also kostenlos herausgegeben.
Egal um was es sich handelt. Info-Material, Anleitungen, Seminarteilnahmen…
Mein Fazit daraus: Das bringt nichts.
Es hat zumindest nie zu konkreten Maßnahmen geführt.

Die Menschen sind offenbar so.
Du kennst den Spruch „Was nichts kostet, ist auch nichts wert“, oder?
Er scheint zu stimmen.

Doch, ich muss es noch hinzufügen – auch wenn dieser Beitrag eh schon irre lang ist:
Besonders für Lehrkräfte scheint das zuzutreffen.
Wenn ich Lehrern oder Lehrerinnen Info-Material kostenfrei gegeben habe … dann ist nie was draus geworden.
Haben die allerdings sagen wir 10 Euro für eine Info-Mappe bezahlt … dann war das Interesse spürbar größer.
Das ist doch verrückt, oder?
Und wir sprechen hier von identischen Unterlagen…

Der letzte und 5. Mythos:
Bei LRS können einfache Therapien nicht funktionieren.

Nach Seminaren höre ich das immer wieder:
„So einfach soll das sein?“
Und der Unglaube ist groß.
Und ich kann das wirklich gut verstehen.

Erlaube mir eine Gegenfrage:
Müssen Dinge kompliziert und schwierig sein, um funktionieren zu können?

Die bedeutendsten Entdeckungen der Menschheit, sind eigentlich ganz einfach. Und wir nutzen sie täglich.

Ich habe Jahre lang gebraucht, um mein Lerntraining zu entwickeln.
Habe viele unterschiedliche Dinge ausprobiert.
Und da war einiger Mist dabei. Glaub mir…
Und: Ja, mein System ist recht einfach.

Kennst du eigentlich schon mein kostenloses LRS-Märchen?
Wenn nicht dann wird es Zeit: Klick!

Das Beste daran:
Es funktioniert.
Bei den meisten Kindern.
Nicht bei allen. Aber bei den meisten.

Du kannst mein System ausprobieren.
Wenn du magst.
Wenn du nicht magst, dann ist das deine Entscheidung.

Aber stell dir mal einen kleinen Moment vor, es würde bei deinem Kind auch funktionieren.
Wie wäre das dann?

Du gehst keinerlei Risiko ein.
Das Risiko trage ich alleine.
Du hast 30 Tage lang die Möglichkeit, den Kurs einfach zurück zu geben. Musst das nicht einmal begründen. (Obwohl ich mich freuen würde, wenn du es mir mitteilst – vielleicht kann ich etwas verbessern…)

Ich bin mir meiner Sache sicher – sonst würde ich dir ein derartiges Angebot doch gar nicht erst machen.

Wenn du die Schritte so machst, wie ich es dir empfehle – dann wirst auch du bereits nach drei Wochen merken, dass es klappt.

Du musst nur wenige Voraussetzungen erfüllen:

  • Du brauchst einen Internetzugang.
  • Deine Bereitschaft etwas Neues zu lernen.
  • Und musst bereit sein, eine viertel Stunde pro Tag zu investieren.
    15 Minuten.

Mehr muss es nicht sein.

Oder doch?

Wenn du ein wenig Neugier mitbringst… das kann nicht schaden.
Ist aber keine zwingende Voraussetzung. 😉

Fazit:
Glaube nicht alles, was verbreitet wird.
Sei offen für Alternativen.
Denke immer daran, um wen es eigentlich geht.
Um dein Kind.
Darum, deinem Kind eine Möglichkeit zu zeigen, anders zu lernen.
Um dann genauso korrekt Lesen und Schreiben zu können, wie die anderen.

Was hindert dich?

Schreib mir.
Hinterlasse einen Kommentar.
Danke dafür!

Vielen herzlichen Dank für Deine Zeit.

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