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Üben mit LRS-Kindern in den Sommerferien

Findest du 6 Wochen Sommerferien zu lang?

Fragst du dich, ob dein Kind alles, was es bisher gelernt hat, nach den Sommerferien wieder vergessen hat?

Macht dir der Gedanke Druck, dass die LRS (Lese-Rechtschreibschwäche) deines Kindes nur besser werden kann, wenn ihr etwas tut?

Hast du in dir das Gefühl, dass ihr unbedingt etwas machen müsst?

All diese Gedanken kann ich wirklich gut verstehen.
Du bist mit diesen Gedanken nicht allein.
Diese Fragen höre ich jedes Jahr auf’s neue…

Generell halte ich es für ausgesprochen sinnvoll, wenn ein Kind erst mal Urlaub von der Schule hat.
Und auch Urlaub vom Üben.
Also:
In den ersten 2 oder 3 Wochen soll es einfach mal frei haben!
Das gilt übrigens nicht nur für Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche 😉

Nach diesen 2 oder 3 Wochen stellt sich die Frage dann aber doch…

Nach einer Umfrage üben 59 % der Kinder in den Sommerferien für die Schule. Also über die Hälfte…
Bei LRS-Kindern liegt dieser Anteil vermutlich noch höher…

Dieses Üben bringt nur leider oft nicht das, was Eltern und Kinder sich davon erhoffen.
Warum erfährst du in meinem Artikel "Warum üben nichts bringt."

Deshalb jetzt ein Tipp, wie Üben - speziell mit LRS-Kindern - in den Ferien zum Erfolg führt:

Ich stelle mir gerade vor, wie das wohl üblicherweise aussieht:
„Du, ich glaube du solltest mal was für deine Rechtschreibung machen…“
oder
„Was hältst du davon, wenn wir ein bisschen für die Rechtschreibung üben?“

Wie reagiert dein Kind auf eine derartige Aufforderung?
Erfreut?
Begeistert?
Oder eher bockig?

Wenn du dann noch das übliche Üben aufs Tablett bringst … dann ist die Chance riesengroß, dass dein Kind komplett dicht macht. Oder?
Das musst du vermeiden!
Unbedingt.

Möchtest du wissen, wie du es anders machen kannst?
Möchtest du einen Weg kennenlernen, mit dem dein Kind lernt, ohne dass es etwas davon merkt?
Oder glaubst du, dass es so einen Weg gar nicht gibt?
Gar nicht geben kann?

Dann lies jetzt bitte unbedingt weiter.

Jeder Mensch lernt jeden Tag.
Wir lernen immer.
Am wirkungsvollsten ist Lernen, wenn wir gar nicht merken, dass wir etwas lernen.
Wenn Lernen zur Nebensache wird…

Zum Beispiel beim Spielen:
Dieses spielerische Lernen ist so ganz anders, als das Lernen, das dein Kind aus der Schule kennt…

Ich verrate dir jetzt hier, wie einfach du dein Kind dazu bringen kannst, dass es etwas für seine Rechtschreibung tut.
Ohne dass du das Wort Rechtschreibung auch nur erwähnst!
Wie gefällt dir diese Idee?

Spiele das Kamera-Spiel mit ihm.

„Du, ich habe das etwas kennengelernt, das mich total verblüfft hat.
Ich habe nämlich eine Kamera in meinem Kopf, mit der ich alles Mögliche ganz leicht behalten kann.
Hast du auch so eine Kamera in deinem Kopf?“

Wie würde dein Kind auf eine derartigen Satz reagieren?
Wäre es ein wenig neugierig?

Selbstverständlich kannst du das auch völlig anders formulieren:
„Wusstest du eigentlich, dass du eine Kamera in deinem Kopf hast?“
oder
„Hast du auch eine Kamera in dir?“ kann auch ausreichen…

Das Ziel dieser Einleitung ist ganz einfach:
Du weckst die Neugier deines Kindes.
Mehr nicht.

„Was meinst du mit: In meinem Kopf soll eine Kamera sein?“

Wenn du diese - oder eine ähnliche - Antwort bekommst… dann hast du gewonnen!
Dein Kind möchte mehr darüber wissen!
Neugier ist einer der besten Lern-Motivatoren…

Jetzt beweist du ihm im nächsten Schritt, dass diese Kamera einfach vorhanden sein MUSS.
Du lässt dein Kind irgend eine Erinnerung beschreiben.

… von dem Besuch im Zoo …
… oder aus dem Freizeitpark …
… Omas Garten …
… etwas aus dem letzten Urlaub …
… eine Szene aus einem Film, den ihr angeschaut habt…

Frage dein Kind, was es glaubt, woher diese Erinnerungen in seinem Kopf kommen.
Und sei gespannt auf die Antwort…

Das Geheimnis hinter all unseren Erinnerungen:
Wir speichern Ereignisse als „innere Bilder“ ab.
Du machst das.
Ich auch.
Und dein Kind macht es genauso.

An dieser Stelle brauchst du nur noch eine Frage zu stellen:
„Wo kommen diese Bilder denn her?“
„Wer hat diese Bilder denn gemacht?“

Jetzt ist der Schritt zu der Kamera im Kopf echt leicht, oder?
😉

„Sag mal, was meinst du:
Hast du der Kamera eigentlich gesagt, dass sie ein Bild von … machen soll ... “
(Du beziehst dich natürlich auf eine Situation, die dein Kind dir gerade beschrieben hat. Ist klar, ne?)
„… oder hat die das Bild einfach so gemacht?
Von alleine?“

Dein Kind wird dir sagen, dass die Kamera die Bilder einfach so gemacht hat.

Dann ist der nächste Schritt fast schon ein Selbstläufer:

„Wenn die Kamera in dir Bilder einfach so macht… meinst du, dass du ihr dann auch sagen kannst, dass sie ein Bild machen soll?“

„Wollen wir das einmal ausprobieren?“

Fragst du dich gerade, was das alles mit der Lese-Rechtschreibschwäche deines Kindes zu tun hat?

Unauffällige Rechtschreiber ...
... speichern Wörter als Bilder im Kopf ab.


Wenn sie dann ein Wort schreiben wollen, dann …
schauen sie auf dieses Bild in ihrem Kopf …
schreiben das Wort von diesem Bild ab …
… und RICHTIG!

Lass dein Kind es doch genau so machen!

Der Weg dorthin ist ganz leicht:
Zuerst fotografierst du mit deinem Kind nämlich Symbole.
Der Weg von Symbolen zu Buchstaben ist dann wirklich sensationell einfach.

Was ich dir bis hier hin beschrieben habe, ist ein Auszug aus meinem Trainings-Programm für LRS-Kinder.
Dem 15-Minuten-Wortbilder-Spiel.

Ist dir aufgefallen, dass ich noch nicht mal ansatzweise davon gesprochen habe, dass wir etwas lernen?
Oder gar davon, dass wir üben?
Und den Begriff Rechtschreibung habe ich schon mal gar nicht erwähnt…

Aus gutem Grund:
Bei jedem einzelnen dieser Begriffe blockt dein Kind ab.
Es sperrt sich.
Es macht dicht.
Total.

Beim Kamera-Spiel passiert uns das nicht.
Was meinst du:
Würde dein Kind dieses Kamera-Spiel mitmachen?

Vielleicht habe ich dich ja jetzt auch ein wenig neugierig gemacht:
Ich wünsche mir, dass du wirklich alles darüber erfährst:

  • … wie du dein Kind rein spielerisch dazu bringst, etwas zu lernen…
  • … wie du erreichst, dass dein Kind von sich aus weitermachen will…
  • ​… welche Fehler du auf diesem Weg auf gar keinen Fall machen darfst…
  • … wie ihr das alles in gerade einmal einer Viertelstunde pro Tag erreicht…

Ich gebe dir mein Wort:
Wenn du mit deinem Kind das Wortbilder-Spiel
in den Ferien spielst…
… dann kann es am Ende der Sommerferien
die 42 schwierigsten Wörter fehlerfrei schreiben!

Wenn du jetzt alles darüber wissen willst, wie das Wortbilder-Spiel funktioniert, dann trage dich jetzt gleich unverbindlich zu meiner kostenlosen Video-Serie ein:

In der Video-Serie wartet noch eine Überraschung für dich!

Lass uns die Welt zu einem besseren Ort für unsere Kinder machen.
Und die Sommerferien zu einer echt tollen Zeit… 😉

Ich freue mich darauf, deinem Kind helfen zu dürfen.
Wir sehen uns!

Unterschrift Thomas Hofmann