Im Internet liest man immer wieder:
„Legasthenie ist angeboren. Damit muss man leben.“
Das halte ich für ausgesprochenen Blödsinn.
Ich habe in vielen Jahren mit betroffenen Kindern kein einziges erlebt, das seinem Schicksal ausgeliefert war.
In allen (!) Fällen konnten wir innerhalb weniger Wochen Verbesserungen erreichen. Manchmal kleine – aber in der Regel eher größere.
Kannst du dir vorstellen, dass eine Therapie bei Legasthenie so schnell wirken kann?
Es gibt Kinder, die mit dem üblichen Weg des Lesen- und Schreibenlernens nicht zurechtkommen.
Sie brauchen einen anderen Lernweg.
Genau das erlebe ich seit vielen Jahren. Die dahinter stehende Strategie bezeichnet man heutzutage auch als „visuelles Lernen“. Das trifft es ziemlich gut.
Es geht nämlich darum, sich geschriebene Wörter als Bild einzuprägen.
Unser Gehirn merkt sich Bilder oft deutlich leichter als gesprochene Wörter.
Wenn du magst, dann mach doch mal einen kleinen Test mit: Erinnere dich doch einmal an ein Gedicht, das du in der Grundschule auswendig gelernt hast.
…
Klappt das?
Und jetzt erinnere dich einmal an das Schulgebäude. Also an deine Grundschule. Siehst du das Gebäude vor dir?
Also: Ganz gleich, wie dein Ergebnis war – entscheidend ist etwas anderes:
Was fiel dir leichter?
Das Gedicht oder das Bild deiner Grundschule?
Zurück zum Thema:
Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben sind für mich deshalb kein Beweis für eine Krankheit.
Ich habe viele (auch anerkannte) Legastheniker kennengelernt, die durch visuelles Lernen Schreibweisen behalten konnten. Wenn Kinder mit einem anderen Lernweg plötzlich sicher schreiben lernen – spricht das eher gegen die Vorstellung einer unveränderbaren Krankheit.
Wenn du herausfinden möchtest, ob dieser Weg auch deinem Kind hilft, dann schau dir den kostenlosen Bereich meines Lernprogramms an.