Deine Situation heute

Dein Kind hat LRS?
Wo stehst du wirklich?

  • Hat man dir in der Schule gesagt, dass dein Kind ein Problem mit ​LRS (Lese-Rechtschreibschwäche) haben könnte?
  • Hat man dir gesagt, dass dein Kind langsamer lernt, als andere?
  • Hat man dir gesagt, dass du etwas tun sollst?
    Aber dabei leider vergessen, dir zu sagen was genau du denn machen sollst?
  • Oder ist dein Kind schon älter, und du schlägst dich schon lange mit der Problematik herum?

Wie dem auch sei, ich werde versuchen, die Situation für dich ein wenig erträglicher zu machen.

Ich vermute einmal, dass die Situation bei euch zu Hause eher ein wenig angespannt ist.

Wenn du mit deinem Kind üben willst … dann reagiert es schon mal genervt.
Spielen ist schöner – verlass dich drauf.
Oder malen.
Oder Chillen…

Du selber spürst dabei Druck.

Schließlich hat die Lehrerin doch gesagt, dass Du etwas tun sollst.

Wir wissen doch alle aus unserer eigenen Schulzeit, dass wir dann Üben sollen. Also was soll’s …

Das ist eine echt vertrackte Situation:

Du versuchst deinem Kind ein wenig unter die Arme zu greifen.
Und dein Kind versucht, sich dem möglichst zu entziehen.
Da sind Konflikte vorprogrammiert.
Geradezu unvermeidbar.
Oder?

Ich bezeichne das als den ganz normalen Lernfrust.
Und sei sicher, damit bist du nicht alleine.
Das ist in allen betroffenen Familien so.
Damit will ich dich jetzt auf keinen Fall schocken.

Aber ich möchte dir einen Weg zeigen,
der dir und deinem Kind wirklich hilft!


Und zwar schnell.

Bevor wir tiefer in das Thema einsteigen, möchte ich dir einige Dinge mit auf den Weg geben:

Alles, von dem ich spreche, haben wir selbst erlebt.
In der Schule hat man uns gesagt, dass mit unserer Tochter etwas nicht stimmt.
Damals hörten wir das erste Mal die Buchstabenkombination LRS.
Und wussten überhaupt nicht, was das bedeutet.
Heute bin ich ein Stück weiter.

Wie dem auch sei.

Ich möchte dir einen Weg zeigen, der dir aus diesem Dschungel heraus hilft.

Dafür müssen wir einige Voraussetzungen schaffen, damit wir gemeinsam in die gleiche Richtung gehen können.

Manchmal bin ich ein wenig radikal.

Aber ich belege meine Ansichten mit guten Argumenten.

Steigen wir gleich heftig ein:

Meine These: LRS gibt es gar nicht.

Das ist gewagt – und dennoch bin ich mir sicher, dass es zutrifft.

Ich habe in meiner gesamten Zeit als Lerntrainer immer wieder mit Kindern zu tun, die mit einer Diagnose wie LRS oder Legasthenie zu mir kommen.

Spannend dabei ist, dass Eltern häufig erleichtert sind, wenn Sie eine derartige Diagnose erhalten.
Klingt komisch, ist aber so.

Da gibt man sich monate- oder gar jahrelang Mühe … und nichts hilft.
Wenn man dann eine Diagnose in Händen hat, die eine Erklärung liefert …
... da kann einem schon einmal ein Stein vom Herzen fallen.
Das kann ich gut verstehen.

Eine Diagnose wird aber nicht deshalb richtig,
weil sie gestellt wird!


Oft habe ich mit Eltern zu tun, die fest davon überzeugt sind, dass ihr Kind nicht schreiben kann.
Manche klammern sich geradezu an diese Überzeugung.
Innerlich muss ich manchmal grinsen, wenn ich den Eltern beweisen muss, dass ihr Kind es eben doch kann. ;-)

Kinder merken immer extrem schnell, ob etwas funktioniert.
Die überlegen nicht lange, sondern spüren in sich rein.

Eltern müssen immer vom Verstand überzeugt werden.

Ganz ehrlich:
Ich hatte eine Mutter in meiner Praxis, die mir mit ganz ernstem Gesicht gesagt hat, dass das ganze Training bei ihrem Sohn nichts bewirkt.
Als ich sie dann wirklich eindringlich darauf hinwies, dass vor sechs Wochen 18 Fehler im Diktat waren und vor zwei Tagen nur vier … da hat sich mich völlig ungläubig angeschaut.
Und wirklich einen Moment gebraucht um das zu erfassen.
Lass es soweit nicht kommen. ;-)

Lass uns das ganze mal der Reihe nach angehen.

Schauen wir zuerst in die Schule:

Ich gehe mal davon aus, dass man dir gesagt hat, dass mit deinem Kind etwas nicht stimmt.

  • Es lernt nicht so leicht und so schnell wie die anderen.
  • Beim Vorlesen hat es Schwierigkeiten.
  • Es traut sich nicht.

Ja, und dann hat man dir gesagt, dass du etwas tun sollst.

Leider hat man dabei vergessen, dir zu sagen, was du denn konkret machen sollst.

Auch das ist (leider) nicht ungewöhnlich.

In der Regel weiß in der Schule niemand, was konkret zu tun ist.

Das ist zwar traurig, aber (wieder leider) häufig Tatsache.

Hast Du dir schon mal Gedanken gemacht, wie dein Kind die Schule erlebt?

  • Hat es Spaß an der Schule?
  • ​Geht es gerne hin?
  • ​Freut es sich?
  • ​Hat es Lieblingsfächer?
  • ​Oder ist es eher genervt?
  • ​Tut es uninteressiert?
  • Hat es häufiger Bauchweh?

In der Schule wirken viele unterschiedliche Faktoren:

Zum einen sind da die Lehrkräfte:

Die Lehrerin fordert dein Kind zum Vorlesen auf.
Das ist aber eher ein wenig holprig. Manchmal stockt es…
In der Klasse wird es unruhig.
Die Lehrerin ist ein wenig genervt und sagt: „Ich sehe schon,…“ oder „Lass mal..“ und nimmt einen anderen Schüler dran.

Andere Situation:
Die Rückgabe eines Diktats.
Da läuft auch nicht immer alles reibungslos.
Manchmal ist es ein unbedachter Satz, wie...
"Das hat ja mal wieder nicht so gut geklappt" oder
"Du musst dich bis zum Schluss konzentrieren."

Ein anderes Mal reicht bereits ein Blick um dein Kind zu frustrieren.
Und schwups… zieht es sich in sein Schneckenhaus zurück.

Lehrer und Lehrerinnen machen diese Dinge nicht bewusst.
Und schon gar nicht mit Absicht.
Aber dennoch passieren sie.

Und dann gibt es ja auch noch die Mitschüler.
Fast schon harmlos ist das Raunen in der Klasse, wenn dein Kind vorliest.
Schlimmer ist, wenn dann einer sagt: „Ach der schon wieder“.

Leider geht das oft nach dem Unterricht weiter.
Also zum Beispiel in den Pausen.
Da wird dein Kind ausgegrenzt.
Auch nicht durch bösen Willen allein.
Aber dennoch passiert es.

Wir könnten das jetzt fortsetzen…
... auf dem Heimweg ...
... an der Bushaltestelle ...
... im Schwimmbad ...
....

Und mit all den Erfahrungen kommt dein Kind nach Hause.
Wirft den Ranzen in die Ecke,
stürmt in sein Zimmer und knallt die Tür hinter sich zu.

Du weißt schon, das heute noch so einiges auf dem Plan steht.
Um 15:30 Uhr zum Sport.
Hausaufgaben müssen auch noch erledigt werden.
Üben wollt ihr auch noch.

Und die Laune deines Kindes scheint im Keller.

Und eines weißt du jetzt schon:
Wenn du gleich fragst, wie es denn heute in der Schule war, dann bekommst du wahrscheinlich wieder einmal „wie immer“ zu hören…

Genau diese Situation möchte ich entkrampfen.

  • Ich möchte, dass dein Kind wieder Spaß an der Schule hat.
  • Spaß am Lernen.
  • Ich wünsche mir mehr Freude im Leben deines Kindes.
  • Für dich übrigens auch...

Lass uns das gemeinsam erreichen.

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Yvonne Düerkop

Hallo,

ich kenne den "Inneren Helfer" aus der Therapie, bzw. dort als "Inneren Beobachter", um bei Konflikten oder schwierigen Situationen, durch Abstand und ohne Emotionen einen anderen Blick drauf zu werfen. Das diese Technik auch bei meiner Tochter hilfreich sein könnte, um Druck und Kritik nicht direkt an sich ran zu lassen, wäre ich nie alleine drauf gekommen… DANKE 

Thomas Hofmann

Gerne!
Aber manchmal ist es genau sooooo einfach… ;-)

Der „innere Helfer“ wird von den Kids so unkompliziert angenommen – da bin ich oft selbst erstaunt.
Viel Erfolg, wenn du das mit deinem Kind ausprobierst.
Liebe Grüße
Thomas Hofmann

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