So lernen Kinder am liebsten:

​Lass uns mal über die Lernerfolge unserer Kinder nachdenken.
Das tun wir nämlich viel zu selten. Es ist aber wichtig.
​Gerade bei Kindern mit LRS.
Das weiß ich aus eigener Erfahrung...

Rufen wir uns gemeinsam in Erinnerung:

  • Was hat dein Kind in seinem Leben schon alles gelernt?
  • Wie hat es das alles gelernt?
  • Von wem hat es gelernt?

Also der Reihe nach:

Was hat dein Kind schon alles gelernt?

Lass uns zurück gehen.
Kurz nach der Geburt.
Da war unser Kind ein kleiner, recht schutzloser Knirps.

Aber mit dem Lernen hat es damals schon angefangen.
Einfach so.
Von sich aus.

Aber an eines erinnerst du dich sicher bestens:
Wenn dein Kind Hunger hatte, dann hat es sich bemerkbar gemacht.
Hat geplärrt.
Oder gefiept. ;-)

Sprache stand ihm damals noch nicht als Medium zur Verfügung.
Also mussten Alternativen her.
Und Schreien ist eine Top-Alternative.

Und jetzt wird es spannend:
Auch dabei hat es etwas gelernt!

"Wenn ich schreie, dann kümmert sich Mama um mich!"
Das ist eine fundamentale Lern-Erfahrung.

Später ging das natürlich immer weiter...
... irgendwann lernte es, wie es sich im Liegen alleine umdrehen kann.
... wie das mit dem Krabbeln funktioniert.
... dass es sich auch auf zwei Beinen bewegen kann.
... dass Laufen viel schöner ist. Weil man damit viel schneller ist.

Ach ja:
Sprechen hat es natürlich dann auch gelernt.
Zuerst hat es nur einige Laute nachgemacht.
Aber das wurde dann immer besser.
Bis es am Ende komplette Sätze sprechen konnte.

Doch: Mir ist schon klar, dass das, was hier gerade mal 5 Zeilen in Anspruch nimmt, im realen Leben Monate oder gar Jahre dauert.
Wir erleben das gerade bei unseren Enkelkindern sozusagen live mit...

​W​ie hat ​dein Kind das alles gelernt?

In erster Linie durch nachmachen.
Nachahmen.
​Nehmen wir das Sprechen als Beispiel.

Zuerst hat dein Kind einzelne Laute unterscheiden gelernt.
Dann hat es ausprobiert, diese nachzumachen.
Und sicherlich erinnerst du dich noch, dass wir sogar in der Lage waren, aus solchen Einzellauten zu erkennen, was es gerade von uns möchte...

Irgendwann hat es rausbekommen, dass diese Lautkombination MAMA etwas ganz besonderes sein muss.
Mama hat nämlich nicht nur darauf reagiert...
... sie hat sich sogar jedes Mal total darüber gefreut.
"Dann mache ich das Geräusch mal öfter..."

Das sind schöne Erinnerungen, oder?
Dabei ist etwas anderes für uns wichtig:
Unser Kind hat all diese Dinge wirklich nur durch Nachmachen und Ausprobieren gelernt!

Dafür gab es keine Schule.
Keinen Trainer.
Keine Anleitung.

Es hat einfach…
… probiert …
… nachgemacht …
… probiert …
… und wieder probiert.

Das ist schon alles!

Laufen lernen ist ein schönes Beispiel.
Erinnerst du dich noch?

Wie putzig hat es ausgesehen, als dein Kind angefangen hat, sich aufzurichten?
Zuerst hat es sich an Möbeln hochgezogen, an der Gardine oder an Mama …

… und bautz! saß es wieder auf seinem Hintern.

Als es stehen konnte, wenn es sich irgendwo festgehalten hat, kamen die Versuche Schritte zu machen dazu.

… und bautz! saß es wieder auf dem Hintern!

Hat irgend jemand mit ihm geschimpft, wenn es wieder auf den Po geplumpst ist?
Natürlich nicht.
Das fanden eher alle lustig.
Und haben das Kind ermuntert.
Zu einem neuen Versuch.

Die Wissenschaft bezeichnet das als implizites Lernen.
Klingt komisch das Wort, oder? 😉

In normales Deutsch übersetzt:
Dein Kind hat gelernt, ohne zu merken, dass es lernt!

Es hat spielerisch ausprobiert.
Was funktioniert hat, hat es sich gemerkt.
Was nicht geklappt hat, hat es nochmal ein bisschen anders probiert.
Es durfte aus seinen Fehlern lernen.

Und damit können wir uns der dritten Frage zuwenden:

Von wem hat dein Kind das gelernt?

Von seiner gesamten Umwelt.

Woher sollte es da alles auch sonst hernehmen?

Eltern.
Geschwister.
Onkel. Tanten.
Großeltern.
Andere Kinder.
Andere Eltern.
...​

Wofür ist diese ganze Betrachtung denn nun gut?

Das Wichtigste, das wir daraus erkennen können:

  • Es gab nie einen bestimmten Trainer.
  • Es gab bei all dem Lernen nie gut oder schlecht.​
  • Es kam niemals auf Geschwindigkeit an.
  • Alle haben sich immer (!) gefreut, wenn das Kind etwas Neues gelernt hat.
  • Es gab keinerlei Druck.
  • Nichts musste zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt sein.
  • Niemand hat vorgegeben, was als nächstes zu lernen ist.


Welches Fazit können wir ziehen?

  • Offenbar ist unser Kind wirklich gut in der Lage, Dinge zu erlernen.
  • Am besten lernt es, wenn es etwas nachmachen kann.
    Und wenn keine Vorgaben gemacht werden.
  • Wichtig schient dabei auch zu sein, dass es solange probieren kann, bis etwas wirklich klappt.
    Zeitdruck braucht es keinen...

​Durch Untersuchungen weiß man heute, dass Kinder am aller liebsten von anderen Kindern lernen.
Auch wenn uns als Eltern diese Erkenntnis ein wenig gegen den Strich geht. ;-)

Welche dieser Faktoren werden in der Schule berücksichtigt?

So gut wie keine.

Ist das nicht komisch?

Warum macht sich die Schule diese Mechanismen nicht einfach zu nutze?
In der Schule ist nichts mehr mit „spielerischem Ausprobieren“.
Da wird bestimmt, WIE dein Kind lernen soll. Und WANN.
Vorgegeben von anderen…

Warum?

Und was noch viel schlimmer ist:

Wenn etwas nicht gleich klappt…
… dann wird das stressig.
Dann ist das plötzlich falsch!

Früher war nichts falsch.
Da hat manches einfach nur nicht gleich geklappt.
Niemand hat sich aufgeregt.
Im Gegenteil: alle haben sich gefreut…

Hast du eine Idee, wie ein Kind mit dieser Umstellung zurecht kommen soll?

Warum bietet deinem Kind in der Schule niemand verschiedene  Möglichkeiten an?
Rechtschreibung kann man auf ganz unterschiedlichen Wegen lernen.
Warum tut Schule so, als gäbe es nur den einen richtigen?

Kinder, die heute in der Schule als LRS-Kinder abgestempelt werden, können ganz einfach schreiben lernen. Nur eben nicht auf die Art, wie es in der Schule gemacht wird.

Zeige du doch deinem Kind eine andere Art des Schreiben Lernens!
Eine bei der es spielerisch an die Sache rangehen kann.
Eine, bei der Fehler erlaubt sind.
Eine, die total einfach ist.

Alles was du dazu brauchst, findest du hier auf meiner Internetseite.

Und wenn du ganz schnell die Lösung für das Problem LRS haben willst, werde kostenloses Mitglied im Wortbilder-Spiel.
Null Risiko.
Aber es lohnt sich.

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Unterschiedliche Lerntypen

Du hast vielleicht schon mal davon gehört, dass Menschen auf unterschiedliche Art und Weise lernen.

  • Manchen genügt es etwas zu sehen.
  • Andere müssen etwas anfassen.
    Berühren.
    Begreifen im Sinne des Wortes.
  • Anderen genügt es einem Vortrag zuzuhören.
  • Und einige Menschen müssen aktiv dabei sein.
    Also Mitmachen.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, dann lies meinen Blog-Artikel zu den 4 verschiedenen Lerntypen.


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