LRS

LRS (Lese-Rechtschreibschwäche) Grundlagen

LRS

Gesamtüberblick zur 
Lese-RechtschreibSchwäche 

Du fängst gerade erst an, dich mit dem Thema LRS zu beschäftigen?

Oder suchst du schon jahrelang nach Lösungen?
Also nach Hilfe für dein Kind.

Auf dieser Seite findest du alles, was mit LRS zu tun hat.

Du bist hier also in jedem Fall goldrichtig!


LRS - Definition des Begriffes  
Lese Rechtschreibschwäche

Je nachdem, wo du nachschaust, wirst du verschiedene Definitionen für LRS finden.

In Wikipedia steht etwas von einer „massiven und lang andauernden Störung des Erwerbs der Schriftsprache (geschriebene Sprache)“.

Im Brockhaus (als es ihn noch gab) stand etwas von „Schwäche im Erlernen des Lesens und orthographischen Schreibens bei vergleichsweise durchschnittlicher oder sogar guter Allgemeinbegabung des Kindes; äußert sich v.a. in der Umstellung und Verwechslung einzelner Buchstaben oder ganzer Wortteile.“

Im ICD-10 - das ist das Verzeichnis der Krankheiten der WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) - werden verschiedene Stufen der LRS (Lese Rechtschreibschwäche) unterschieden:

Hinweis: Einfach anklicken - dann öffnet sich die Erklärung

Lese- und Rechtschreibstörung (F81.0)

Isolierte Rechtschreibstörung (F81.1)

Rechenstörung (F81.2)

kombinierte Störung schulischer Fähigkeiten (F81.3)

Ist es wirklich LRS? 
Oder etwas ganz anderes?

Mal ganz offen:
Hast du diese Definitionen im letzten Abschnitt verstanden?

Oder sind die alle, sagen wir, ein wenig unglücklich formuliert?
Eher unverständlich?

Mich hat in 20 Jahren meiner Tätigkeit NIE interessiert,
welche Diagnose ein Kind hatte.

Mit reichte immer ein einziger Satz:

Dein Kind lernt 
das Lesen und Schreiben 
offenbar nicht ganz so leicht, 
wie die anderen.

Das ist eine umfassende Beschreibung.
Und absolut ausreichend.

Trifft dieser Satz auch auf dein Kind zu?


Deine Ausgangs-Situation

Ziffer 1 Zeichnung

Stehst du ganz am Anfang?
Irgend jemand hat dich darauf aufmerksam gemacht, dass dein Kind LRS haben könnte?
Und du möchtest jetzt wissen, wie du deinem Kind wirkungsvoll unter die Arme greifen kannst?

Freue dich, dass du diesen Anfangsverdacht hast.
Du bist auf dem richtigen Weg.
Wir haben diesen Weg mit unseren Kindern auch hinter uns.
Auf diesem Weg haben wir eine ganze Menge Mist kennen gelernt - aber auch etliche gute Ansätze.

Ich erzähle dir hier auch von dem Mist.
Aber weniger ausführlich.

Bei den wirksamen Sachen tobe ich mich dafür ein bisschen mehr aus.
Einverstanden?

Ziffer 2 Zeichnung

Beschäftigst du dich schon seit Monaten mit dem Thema LRS?
Oder gar schon seit Jahren?
Habt ihr bereits alles Mögliche ausprobiert?
Etliche Fördermaßnahmen und/oder Therapien durchlaufen?
Aber nichts hat so wirklich den Durchbruch gebracht?

Das kenne ich aus 20-jähriger Berufspraxis.
Das kommt nämlich leider viel zu häufig vor.

Kinder durchlaufen zwei, drei oder noch mehr Therapien.
Keine der Therapien bringt einen erkennbaren Durchbruch.
An der LRS ändert sich nämlich nichts.
Das Ergebnis:
Komplett frustrierte Kinder.

Ein 12-jähriger hat mich mal direkt gefragt:
„Soll ich bei dir jetzt schon wieder etwas lernen, was dann nicht funktioniert?“
Und an dem Ton konnte ich seinen Frust sogar hören.
Das hat er prima auf den Punkt gebracht. Oder?


Warum hat das niemand früher erkannt?

In der Grundschule

In der ersten beiden Schuljahren wird die Rechtschreibung überhaupt nicht kontrolliert.
Klingt komisch, oder?
Es ist aber (leider) wahr.

In den ersten beiden Schuljahren geht es in erster Linie um das Erinnerungs-Vermögen.
Texte werden immer und immer wieder geübt.
So lange, bis die Kinder sie auswendig können.

Unser Sohn kam damals aus der Schule nach Hause.
„Unsere Lehrerin ist ja soooo doof“, sagte er.
Auf meine Nachfrage erklärte er: „Wir haben heute ein Diktat geschrieben. Die war noch nicht mal bei der Hälfte, da hatte ich meins schon fertig.“


Im dritten Schuljahr ändert sich für unsere Kinder dann alles:
Die Texte werden zwar immer noch geübt.
Oft beinahe bis zum Erbrechen.

Nur beim Diktat ist es jetzt anders:
Die Lehrerin stellt die Sätze inhaltlich um.
Das ganze Auswendig lernen - das dein Kind sich angewöhnt hatte -  ist plötzlich für die Katz.

Für die Kinder kommt das total überraschend.
„Wie gemein ist das denn?“
Und die liebe Lehrerin … findet dein Kind plötzlich gar nicht mehr so lieb.


Weiterführende Schule

Noch krasser ist das Erleben der Kinder auf der weiterführenden Schule:
Meistens schreibt der Lehrer zu Beginn der 5. Klasse ein Diktat.
Um das Leistungsniveau der Klasse festzustellen.
Er hat doch auch kaum eine andere Möglichkeit ...
 Er bekommt Kinder aus verschiedenen Schulen. Irgendwie muss er feststellen, was die schon alles können - und was nicht. Was soll er da anderes machen, als ein Diktat zu schreiben?

Für dein Kind bedeutet das:
Es schreibt ein Diktat, für das überhaupt nicht geübt wurde.
Das ist absolut unvorbereitet.
Und geht in die Hose.

Und unter dem Diktat steht eine Note.
Vielleicht eine 4.
Oder eine 5.
Oder …
Jetzt ist da nichts mehr mit lieben Stempelchen und aufmunternden Kommentaren.

Dein Kind ist völlig schockiert.
Du bist völlig schockiert.
Der Lehrer übrigens auch.
Mit einem derartig schlechten Ergebnis hat er überhaupt nicht gerechnet.
Jetzt ist der Frust auf allen Seiten groß.
Und keiner versteht den anderen.


Fazit:

Keiner der Beteiligten weiß, wie er mit dieser Situation umgehen soll.
Keiner findet einen Ausweg aus dieser Lage.

Mit diesem Artikel möchte ich genau diese Situation entschärfen.

Besteht eine Chance auf Heilung?

Nein.

Geschockt?

Das ist nicht schlimm.

Lass es mich erklären:
Heilung ist nicht nötig.
Dein Kind ist nämlich nicht krank.
So einfach.

Du hast vorhin schon meine Definition gelesen:

Dein Kind lernt 
das Lesen und Schreiben 
offenbar nicht ganz so leicht, 
wie die anderen.

Meine Erfahrung:
Es liegt eher nicht an deinem Kind.

Vielleicht ist es einfach nur die Art des Unterrichts, mit der dein Kind nicht klar kommt.

Wissen wird an unseren Schulen durch vortragen vermittelt. Also sprachlich vermittelt. Anders formuliert: Die Kinder lernen von dem, was sie hören.
Dieses Lernsystem zieht sich durch die gesamte Schulzeit. Und noch darüber hinaus: Selbst an Universitäten gibt es Hörsäle. 

Alle Informationen hierzu findest du in meinen Artikeln "Schreiben lernen wie man hört" oder „5 Fakten über Schule“


Der übliche Weg

Es gibt ihn:
Den typischen Weg.
Den die meisten Eltern gehen.

Zuerst - das ist ja auch naheliegend - wird der Kinderarzt aufgesucht.
Du schilderst ihm, was du beobachtet hast.
Er kann keine körperlichen Ursachen oder Symptome feststellen.
Vielleicht schickt er dich weiter…

... zum Ergotherapeuten.
Die machen gute Arbeit.
Die helfen Kindern beispielsweise sehr gut, wenn die Zusammenarbeit der Gehirnhälften nicht so optimal ist.
Dafür kennen die jede Menge gute Übungen.
Diese Übungen helfen.
Nur die Rechtschreibung verändert sich dadurch in der Regel nicht.

Spricht dein Kind eher undeutlich?
Manche Laute spricht es unklar aus?
Wortenden werden verschluckt. Also eher „verwaschen“ ausgesprochen?
Dann schickt der Kinderarzt dich zur Logopädie.
Auch Logopäden machen gute Arbeit.
Die Aussprache deines Kindes wird klarer.
Deutlicher.
Das ist prima.
Aber verbessert sich die Rechtschreibung?

Es gibt auch noch eine andere Möglichkeit, wenn dein Kind in der Aussprache Fehler macht.
Du wirst an den Ohrenarzt verwiesen.
Es könnte ja immerhin sein, dass dein Kind nicht alles deutlich hört.
Der HNO-Arzt macht dann mit deinem Kind einen Hörtest.
Kommt dabei heraus, dass dein Kind mit dem Hören ein Problem hat, dann wird der HNO-Arzt sinnvolle Maßnahmen einleiten.
Wenn keine Auffälligkeiten vorhanden sind … dann nicht.
So ein Test ist sicherlich sinnvoll.
Zumal eine mögliche Ursache damit erkannt und behandelt werden kann.
Nur: Ein Mittel, mit dem dein Kind endlich richtig schreiben lernt, kann dir der HNO-Arzt nicht anbieten.
Das ist einfach nicht sein Fachgebiet.

Hast du den Verdacht, dass dein Kind ein Problem mit dem „Sehen“ hat?
Dann gehst du mit ihm wahrscheinlich zum Augenarzt.
Ich habe etliche Kinder kennen gelernt, bei denen eine Problematik mit dem Sehen erst im LRS-Training aufgedeckt wurde.
Der Weg kann sich also lohnen.

Der Augenarzt heißt offiziell „Arzt für Augenheilkunde“.
Mache dir das bewusst.
In dem Begriff steckt drin, dass er ein erkranktes Auge heilt.
Rezepte, die deinem Kind richtiges Schreiben lernen ermöglichen, solltest du dort nicht erwarten.

Die Schule als Ansprechpartner
Die Lehrerin hat dich angesprochen.
„Sie müssen da etwas machen!“
„Üben Sie mit Ihrem Kind zu Hause!“

Beides kann ich verstehen.

Was fehlt:
Sie sagt dir leider nicht, wie du mit deinem Kind üben sollst.
Auf welche Art und Weise.

Also machst du das so, wie du das noch aus deiner eigenen Schulzeit kennst:

  • Du wiederholst Wörter mit deinem Kind immer und immer wieder.
  • Du betonst die Wörter besonders deutlich.
  • Extrem betonst du die Stellen in den Wörtern, an denen dein Kind Probleme zeigt.
  • Du sprichst die Wörter langsamer aus.

Und manchmal sagst du Sätze wie:
„Das hörst du doch!“
Oder: „Hör doch mal genau hin!“

Diese Sätze sind Ohrfeigen für dein Kind.
Die frustrieren.
Dein Kind wird bockig.
Es sperrt sich.

Frag dich mal selber:
Wenn es das hören könnte … dann würde es das doch auch richtig schreiben.
Oder?
Solche Sätze sind echt Mist.

Wie es besser geht, sage ich dir gleich noch …

Wenn das alles nicht hilft, dann gehst du zum Beratungsdienst der Schule. Oder zum Schulamt.
Auch da arbeiten qualifizierte und bemühte Menschen.
Und auch die machen gute Arbeit.
Leider wissen sie aber meistens dort auch nicht, wie man Kindern mit einem LRS-Problem wirklich effizient hilft.
Sie entwickeln dann Konzepte, die deinem Kind helfen sollen.

Und was leider auch recht häufig vorkommt:
Der Weg zum Kinderpsychologen oder Kinderpsychiater.
Sorry.
Aber ich mache es kurz.
Das kann richtig sein, wenn dein Kind beispielsweise Verhaltensauffälligkeiten zeigt.
Die kannst du dort in den Griff bekommen.

Oder du brauchst eine Bescheinigung nach §35a für das Jugendamt.
Dann kommst du um diese Ansprechpartner gar nicht herum.
Zu § 35a kommt aber gleich noch etwas…

Rezepte, wie man wirkungsvoll eine LRS (Lese Rechtschreibschwäche) bekämpft, findest du bei Kinderpsychologen oder- Psychiatern eher nicht.


Behandlungs-möglichkeiten bei LRS

„Sie müssen da etwas tun“ hat die Lehrerin dir gesagt.
Und du möchtest j auch gerne aktiv werden.
Nur wie?

Was kann die Schule beitragen?

Heute erwarten die meisten Eltern, dass die Schule es schon richten wird.
Ja: Dass Schule das tun muss!
Ist doch schließlich deren Aufgabe.

Das stimmt.
Die Schule ist der Ort, an dem unseren Kindern die Fähigkeit der Rechtschreibung beigebracht werden soll.
Steht so in den Erlassen der Kultusministerien.

Früher war ich recht flott dabei, die Schulen - oder besser: Die Lehrkräfte - zu verurteilen.
Das ist ja auch so schön einfach. So bequem.

Heute weiß ich es besser.
Eltern erwarten heute, dass sie ihre Kinder zur Schule schicken.
Und nach der 10. Klasse bekommen sie sie zurück.
Fertig ausgebildet. Das versteht sich.
Am besten auch fertig erzogen.

Das kann Schule aber nicht leisten.
Ich will mich jetzt hier nicht über Schulpolitik auslassen.
Aber die Aufgaben - und damit auch die Probleme - in Schulen sind in den letzten Jahren immer mehr geworden.

Integration.
Inklusion.
Wie werde ich jedem einzelnen Kind gerecht?
Wie werde ich den Eltern der Kinder gerecht?

Schule gibt sich in der Regel Mühe.
Auch für Kinder mit LRS.
Manche Schulen haben Förderkonzepte.
Oder Förderunterricht.
Oder sogar spezielle Förder-Lehrkräfte.

Realität heute:
All das kostet Zeit.
Und damit Geld.
Und Geld haben unsere Schulen immer zu wenig.
Alle.

Ich weiß von Schulen, an denen reguläre Unterrichtsstunden ausfallen, damit Förderunterricht überhaupt erteilt werden kann.
Die erforderlichen Lehrer-Wochenstunden sind einfach nicht da.
Da ist doch eigentlich jeder Weg gleich falsch.
Prinzipiell eine untragbare Situation, oder?
Warum lehnen wir uns als Eltern nicht dagegen auf?

Größter Nachteil des Förderunterrichts?

Er hilft deinem Kind nicht.

Dafür gibt es ganz einfache Ursache:
Dort wird mit den exakt gleichen Lehrmethoden gearbeitet, wie im normalen Unterricht auch.

Texte werden langsamer gesprochen.
Es wird deutlicher betont.
Schwierige Wörter sogar besonders extrem.
Wörter werden wiederholt.

Käme dein Kind mit diesen Techniken zurecht...
... dann hätte es doch im normalen Unterricht schon geklappt.
Dann müsste dein Kind doch gar nicht zum Förderunterricht.
Oder?

Vorteil des Förderunterrichts:
Dort sind weniger Kinder als in regulären Unterricht.
Und weniger Kinder sind auch weniger laut.
Es gibt weniger Ablenkung.

LRS und Nachteilsausgleich

Die Kultusminister hatten da eine tolle Idee:
Wir schaffen einen Nachteilsausgleich.
Für Kinder, die Probleme mit dem Lernen haben.
Für Kinder, die Probleme haben, das Lesen und Schreiben zu erlernen.

Der Nachteilsausgleich ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt.
Klar: Bildung ist bei uns Ländersache.

Schwerwiegender ist etwas anderes:
Nachteilsausgleich ist fast nirgendwo eindeutig definiert.
Meist muss das Kollegium entscheiden, welche Maßnahmen es für angemessen hält.
So etwas geht eigentlich gar nicht.
Ist aber heute Realität an unseren Schulen.

Manchmal gibt es einfach keine Noten für die Rechtschreibung.
Oder die Kinder bekommen mehr Zeit für eine Aufgabe.
Oder weniger Text im Diktat.
Oder eine Kombination aus allem.

Das ist ganz oft recht unbefriedigend.
Du entwickelst eine bestimmte Vorstellung, wie der Nachteilsausgleich für dein Kind angewendet werden soll.
Und die Schule entwickelt ihre Vorstellung.
Oft sind das recht unterschiedliche Positionen.
Das birgt ein riesiges Konfliktpotential.

Es kommt aber noch etwas Entscheidendes dazu:
Die Anwendung des Nachteilsausgleichs ist immer nur eine Krücke.
Damit werden Hindernisse doch  nur scheinbar aus dem Weg geräumt.
Die schlechte Note erscheint nicht unter dem Diktat.
Oder auch im Zeugnis.
Aber: Ändert das etwas am Rechtschreib-Vermögen deines Kindes?

Der Hauptnachteil:
Der Nachteilsausgleich muss auf dem Zeugnis erwähnt werden.
Kinder können manchmal den Nachteilsausgleich bis zum Abitur beanspruchen.
Aber auch auf dem Abi-Zeugnis steht dann: „Der Nachteilsausgleich LRS wurde angewendet.“

Stell dir mal ganz kurz folgende Situation vor:
Du bist Chef eines Unternehmens.
Zwei Menschen bewerben sich auf einen Job.
Beide haben exakt gleiche Zeugnisse.
Du hast von beiden den exakt gleich guten Eindruck.

Bei einem der beiden steht unter dem Zeugnis:
„Der Nachteilsausgleich LRS wurde angewendet.“

Welchen von den beiden stellst du ein?

Auch wenn diese Situation jetzt für dich noch in weiter Ferne liegt:
Eine Überlegung ist das durchaus wert. Oder?

Nachteilsausgleich an sich finde ich gut.
Kinder die eine körperliche Beeinträchtigung haben, sollen im Vergleich mit anderen keine Nachteile haben.

Bei LRS-Kindern habe ich dazu eine andere Haltung.

Ich erinnere mich an einen Jungen bei mir im Lerntraining:
Er brachte sein Diktat mit.
Eine 3.
„Das ist doch prima“ habe ich gesagt.
„Nee nee, ich hatte ja auch weniger Text…“ war seine Antwort.

Er hat sich NICHT über die 3 gefreut.
Konnte er nicht.
Weil er wusste, dass er anders behandelt wurde, wie seine Mitschüler.

Das war für mich eine sehr eindrückliche Erfahrung.

LRS und
"Schreiben lernen wie man hört"

In manchen Schulen (auch das ist von dem Kultusministerien geregelt) läßt man Kinder in den ersten beiden Schuljahren so schreiben, wie sie es hören.

Das ist ein Verbrechen an unseren Kindern.
Das ist Körperverletzung.
Oder Kindesmisshandlung.
Oder unterlassene Hilfeleistung.

Diese Formulierungen sind nicht von mir.
Das kann du nachlesen.
In diesem Artikel in der "Welt".
Oder im "Focus".

Fakt ist:
Mit dieser Methode lässt man Kinder zwei Jahre lang in die Irre laufen.
Um im dritten Schuljahr zu erklären, dass es falsch ist.

Genau wie Puffpaff es in diesem Video heiter beschreibt.
(Schau ob dir das Lachen im Halse stecken bleibt...)

Das ist ein Ausschnitt aus einer Sendung von 3sat.

Das war jetzt ganz schön starker Tobak. Oder?
Ich will das ganz sachlich untermauern.
Stell dir vor, dein Kind folgt dieser Methode.
Und scheitert.
Einfach weil es scheitern muss.

Komm, lass uns einen beliebigen Satz als Beispiel nehmen:

In der deutschen Sprache schreiben wir mehr als die Hälfte aller Wörter nicht so, wie wir sie hören. Damit hat dein Kind keine Chance.

In diesen drei Sätzen hörst du 20 von 33 Wörtern anders.

Lautabweichungen sind es sogar noch ein paar mehr:
Nämlich insgesamt 26.

Konkret bedeutet das: 26 Möglichkeiten einen Fehler einzubauen.
In gerade einmal 33 Wörtern.

Und auch das gilt nur, wenn die Wörter deutlich ausgesprochen werden.
Sonst kann dein Kind vielleicht auch noch andas oder Damitt oder Schangsschreiben.

Wundert es dich, wenn du in den Heften deiner Kinder Wörter wie Tüb … fenkt … Oile oder schbrinkt findest?


Ein letzter Versuch:

Sprich einmal laut die Worte Boot und Not aus.
Doch wirklich: Mach das doch bitte einfach einmal mit.

Versuche dabei bitte, nur vom Klang her abzuleiten, ob du ein o oder zwei oo in dem Wort hörst.
Blende dabei aus, dass du die richtige Schreibweise kennst.
Konzentriere dich ausschließlich auf den Klang!

Bist du jetzt überzeugt?

Wenn du noch mehr zu dem Fiasko „Schreiben lernen wie man hört“ wissen möchtest, dann lies diesen Artikel.

LRS und Nachhilfe

Das ist doch ein naheliegender Gedanke:
Mein Kind braucht eben Nachhilfe.

Ich finde Nachhilfe gut.
Wenn Kinder etwas in der Schule nicht verstanden haben, dann macht Nachhilfe wirklich Sinn.
Wenn die dann jemand macht, der altersmäßig näher dran ist, als die Lehrerin oder wir Eltern, dann läßt sich dein Kind auch viel eher - und viel lieber - etwas sagen.

Wenn du also ein Kind aus der Schule oder aus der Nachbarschaft findest, dann kann das ein guter Weg sein.
Nur in Bezug auf die Rechtschreibung wird sich wahrscheinlich eher nicht so viel verändern.
Warum?

Weil das Nachbarskind genauso wenig weiß, wie es deinem Kind bei seinem LRS-Problem helfen kann.
Ihm hat das nämlich auch niemand gesagt.
Oder gezeigt.

Es gibt sich also jede Menge Mühe.
Kommt auch gut mit deinem Kind klar.
Die beiden verstehen sich.
Dein Kind macht da gerne mit.
Das ist alles positiv.
Nur die Rechtschreibung…

LRS im Nachhilfe-Institut

Nachhilfe-Institute sind gut.
Wenn ein Kind Nachhilfe braucht.
Weil es Unterstützung bei den Hausaufgaben braucht.
In diesen Fällen macht das wirklich Sinn.

Im Bereich LRS habe ich allerdings begründete Bedenken:
Die meisten Institute machen zwar Werbung damit, dass sie Kindern mit LRS-Problemen helfen können.
In den meisten Fällen haben sie aber überhaupt keine geeigneten Trainings-Programme dafür.
Die Kinder besuchen dort oft genau die gleichen Nachhilfestunden, wie die anderen auch.

Und falls sich jetzt ein Betreiber eines dieser Institute darüber aufregt:
Dann habe ich eine Bitte:
Setzen Sie sich mit mir unbedingt in Verbindung.
Schreiben Sie mir, nach welchem Konzept sie arbeiten.
Ich nehme dann hier einen entsprechenden Hinweis mit auf.
(Inkl. einem Link zu Ihrem Institut)

Möchtest du mehr darüber wissen, worauf du bei Nachhilfe-Instituten achten musst?
Dann lies meinen Beitrag "Worauf du bei der Lerntherapie achten musst".

LRS und Üben zu Hause

Auszug aus einer eMail, die ich vor wenigen Tagen erhalten habe:

Eine Mutter schrieb mir:

„… Ihr müsst mal Mama sagen das ihr mehr üben müsst!" mindestens einmal pro Woche kommen sie damit nach hause…“ (Zitat)

Das kennst du so ähnlich vielleicht auch. Oder?

Nimm das bitte der Lehrerin nicht krumm.
„Bei so vielen Kindern in der Klasse, kann ich mich nicht um jedes einzelne so kümmern, wie es vielleicht sein sollte.“
So wird häufig von Lehrerinnen argumentiert.
Ist doch auch nachvollziehbar.

Bedauerlich daran ist etwas anderes:
Die Lehrerin sagt dir in der Regel nicht, wa​s du denn genau machen sollst.
Was deinem Kind wirklich hilft.
Worauf du achten sollst.
Wie du das am besten anstellst.

Also geht es dir auch nicht anders als dem Nachbarskind:
Du machst es so, wie du es für richtig hältst.
So wie früher in der Schule.
„Jedes Wort dreimal schreiben!“ war die Aufforderung zur Berichtigung.
Erinnerst du dich?

Immer das Gleiche zu tun

und dabei andere Ergebnisse

zu erwarten,

das ist Wahnsinn!

(Albert Einstein)

Das ist wirklich Unsinn.
Besser wäre: Jedes Wort einmal „richtig lernen“.
Nur leider weiß die Lehrerin nicht, wie sie das machen soll.
Sonst hätte sie es doch selber schon lange getan.

Therapie-Angebote für LRS

Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten:
Normale Nachhilfe habe ich schon behandelt.
Nachhilfe durch professionelle Institute auch. 
Förderunterricht in der Schule genauso. 

Daneben gibt es aber auch noch andere Methoden:

Klangtherapien

Dazu will ich hier nicht so viel sagen.
Ich habe Eltern kennen gelernt, die davon begeistert waren.
Die auch von den Erfolgen überzeugt waren.
Allerdings kann ich diese Eltern an einer Hand abzählen.
Über einen Zeitraum von 20 Jahren betrachtet ...

Einrichtungen, die zuerst lautgetreue Wörter mit den Kindern üben.

Dazu muss ich etwas sagen:
„Wenn ich zuerst lautgetreue Wörter mit den Kindern übe, dann sind sie eher motiviert. Sie blocken dann nicht gleich ab. Weil sie Erfolgserlebnisse haben.“
So hast es mir ein Betreiber einer solchen Einrichtung erklärt.

Dahinter steckt die Methode „Schreiben lernen wie man hört“.
Wie unsinnig diese Methode ist, habe ich weiter oben schon beschrieben.

„Lautgetreue“ Wörter sind die Wörter, die exakt so geschrieben werden, wie wir sie hören.
Also und … mit … lesen … Leben …
Mit diesen Wörtern hat dein Kind allerdings auch meistens gar kein Problem.
Also üben die Kids in diesen Einrichtungen etwas, was sie schon können.

Und das soll motivieren?
Da habe ich meine Zweifel.
Mir hat einer meiner kleinen Klienten recht überzeugend beschrieben, wie sehr er sich gelangweilt hat: „…weil ich immer wieder Wörter schreiben sollte, die ich schon kann.“


LRS und "visuelles Lernen“

Bild: Schlüssel bei LRS

Das kann der Schlüssel sein.

Für uns war er es.
Auch wenn wir das zu Anfang gar nicht gemerkt haben.

Lass mich ein wenig ausholen:

Was bedeutet „visuelles Lernen“?
Zuerst müssen wir schauen, wie in der Schule unterrichtet wird.
Dort geht es hauptsächlich um das, was wir dort hören.
Fachleute bezeichnen es als „auditives Lernen“.

Aus wissenschaftlichen Untersuchungen weiß man mittlerweile, dass gute Rechtschreiber sich an „Abbildern der Worte“ orientieren.
Oh, der Satz klingt nicht gut.
Ich will es anders erklären:

In der Arbeit mit Erwachsenen habe ich oft folgendes gehört:
„Wenn ich mir nicht sicher bin, ob ein Wort mit oder ohne h geschrieben wird … dann schreibe ich einfach beide Varianten auf.
Ich sehe dann schon, welche Schreibweise richtig ist.“

Kennst du so etwas von dir selber?
Hast du das auch schon einmal so gemacht?

Was muss in dem Moment in dir passieren, damit das klappt?
Hast du das schon mal überlegt?

Irgendwie erkennt dein Gehirn das richtige Wort.
Es erkennt das Wort wieder.
Es erinnert sich.
Weil es ein Abbild dieses Wortes irgendwo abgespeichert hat.

Wo?
In seinem Bildspeicher.
Huch.
Ich habe einen Bildspeicher?

Nicht nur du.

Bedeutung des Bildspeichers

Alle Menschen haben einen.

Dort sind alle unsere Erinnerungen abgespeichert.

Erinnere dich mal an etwas.
Was taucht da in dir auf?

Erinnere dich mal an die Zeit, als du selber noch ein Kind warst.
Doch: Mach das mal eben.
Bitte.

Was taucht in deinem Kopf auf?
Ein Geräusch?
Ein Text?
Das Gefühl einer Berührung?
Oder ein Bild?
Bei den meisten Menschen ist es ein Bild.

Noch ein Versuch?
Erinnere dich an ein Gedicht, das du in der Schule auswendig gelernt hast.

Und jetzt erinnere dich an das Gebäude deiner Grundschule.

Was ist dir leichter gefallen?
Ich vermute mal das Bild. Oder?
Mit dem Gedicht war es vielleicht gar nicht so einfach.
Wenn dir gar keines eingefallen ist… dann macht das nichts. ;-)

Also:
Dass so ein Speicher für Bilder in unserem Gehirn vorhanden ist, ist jetzt klar.

Aber jetzt wird es erst richtig spannend:
Dort ist für jedes Wort genau ein Bild abgespeichert.
Zumindest für all die Wörter, bei denen wir sicher sind, wie sie geschrieben werden.

Ich habe vorhin die Wissenschaft bemüht:
In Untersuchungen hat man festgestellt, dass sich unauffällige Rechtschreiber an diesem „inneren Wortbild“ orientieren.
Das ist so.

Bei deinem Kind ist es aber offenbar anders:

  • Entweder hat es kein klares Bild in seinem Bildspeicher.
  • Oder es hat mehrere Bilder zu einem Wort.
    (Dann weiß es nicht, welches dieser Bilder das richtige ist)
  • Oder es kann nicht so leicht auf diesen Speicher zugreifen.

Für dein Kind kann die Lösung darin liegen, ihm diesen Bildspeicher zu zeigen.
Das geht recht einfach.
Wenn du weißt, wie du es am besten anstellst.
Das erfährst du von mir.

Ich zeige seit 1999 Kindern diesen Bildspeicher.
In der ganzen Zeit habe ich kein einziges (!) Kind getroffen, bei dem keine Verbesserungen in der Rechtschreibung erkennbar waren.
Bei den meisten hatte sich das Thema innerhalb weniger Monate - oder manchmal sogar innerhalb weniger Wochen -  komplett erledigt.

Warum machen die unauffälligen Rechtschreiber das anders?

Das kann ich dir jetzt gar nicht genau beantworten.
Sie machen das nämlich, ohne dass es ihnen jemand erklärt hat.
Sie machen es also „ganz von alleine“.
Sie lernen sozusagen automatisch richtig.

Die Frage, warum sie das automatisch richtig machen, kann dir auch die Wissenschaft nicht beantworten.
Und ich eben auch nicht.
Wenn jemand eine schlüssige Erklärung hat, dann soll er sich bitte unbedingt bei mir melden.
Dieser Artikel freut sich auf eine Ergänzung…


Wie lange dauert es?  
Bis mein Kind richtig schreiben kann...

Diese Frage interessiert dich besonders, wenn du dich schon seit mehreren Jahren mit diesem Thema LRS herumschlägst.

Du hast hier gelesen, dass es gerade einmal einige Wochen oder Monate dauert, bis sich etwas ändert.
Und kannst es jetzt kaum glauben.
Vielleicht, weil deine Erfahrung einfach eine andere ist.

Das nehme ich dir keineswegs übel.
Leider wird bis heute propagiert, dass ein wirksames Training mehrere Jahre dauert.
Internet-Seiten, die das schreiben, findest zu mehr als genug.
Das kannst du sogar bei Wikipedia nachlesen.

Eine Behauptung wird aber nicht richtiger, 

wenn sie nur oft genug wiederholt wird.

Eltern haben mir häufiger davon berichtet, dass man sie bereits im Erstgespräch darauf vorbereitet hat, dass die Behandlung wahrscheinlich länger als ein Jahr dauern wird.
Manchmal bekräftigt mit der Aussage: "Im ersten Jahr werden sie möglicherweise gar keine Veränderung bemerken."

Ich kenne eine Studie einer deutschen Universität, in der nachgewiesen wurde, dass die Kinder 4 - 6 Monate nach Beginn der Therapie schlechtere Ergebnisse erzielt haben, als die Vergleichsgruppe.
(Die Vergleichsgruppe sind Kinder, die gar keine Therapie bekommen haben.)
Nach über 12 Monaten waren die Leistungen der Kinder dann allerdings besser.
Das darf nicht unerwähnt bleiben.

Mir läuft ein Schauer den Rücken herunter.
Wenn ich so etwas lese.
Das wird in Kreisen der Wissenschaft gefeiert.
Ich frage mich, warum…

Kann mir mal jemand sagen, wie man Kinder motivieren will, deren Leistungen hinter denen der Mitschüler hinterher hinken?

Geht's noch?

Anforderung an ein wirksames Training für LRS-Kinder:

Ich stelle jetzt eine Gegenbehauptung auf:
Du musst nach spätestens vier Wochen Veränderungen erkennen.
Nicht nur du - sondern vor allen Dingen dein Kind.
Dein Kind muss merken, dass ihm dieses Training etwas bringt.

Dann will es von sich aus damit arbeiten.
Mit-arbeiten.
Und nur dann.
Anderenfalls sperrt es sich.
Blockt ab.

Und damit ist dann keinem geholfen.
Dann ergeben sich Spannungen.
Zwangsläufig.
Geht gar nicht anders.


Kosten einer "Behandlung" bei LRS

Das ist oft ein Knackpunkt:
Jede Therapie oder auch jedes Training kostet...
Geld.
Und Zeit.

Aber bleiben wir erst mal beim Geld:
Für die Krankenkassen ist LRS keine Krankheit.
Das ist seit Jahren so.
Und wird sich auch nicht ändern.

Würden die Kassen LRS als Krankheit anerkennen, dann müssten sie für deren Behandlungskosten aufkommen.
Deshalb wird es wohl auch in Zukunft nicht zu dieser Anerkennung kommen.

Überlege einmal:
Schätzungen gehen heute davon aus, dass 10 bis 15 Prozent der Kinder Schwierigkeiten mit dem Erlernen der Rechtschreibung haben.
Wie viele Kinder sind das?
Hunderttausende?
Millionen?
Und dafür soll die Krankenkasse…?

Also weg von den Kassen.
Hin zu den Eltern.
Die geben nämlich viel Geld aus, um ihren Kindern zu helfen.
Die Zahlen, die ich hier nenne, kannst du im Internet schnell überprüfen:

Normale Nachhilfe durch ein Nachbarskind.
Das will natürlich sein Taschengeld aufbessern.
Logisch, oder?
Wie viel ist dir das wert?
5 Euro pro Stunde? 6 Euro? 7 Euro? Mehr?
Macht aber bei nur einer Nachhilfestunde pro Woche ganz flott zwischen 250 und 350 Euro oder noch mehr im Jahr. Wenn denn eine Stunde in der Woche ausreicht...

Im professionellen Nachhilfe-Institut werden für Gruppenstunden (einmal wöchentlich - 90 Minuten) zwischen 35 und 70 Euro verlangt.
Soll ich’s auf Jahr hochrechnen?
Ergibt zwischen 1.800 und 3.600 im Jahr.
Kein wirklich günstiger Spaß.

Deshalb ist es für mich schlüssig, dass Eltern danach suchen, wer für die Kosten aufkommt.


Jugendamt

„Das Jugendamt übernimmt die Kosten für die Behandlung bei LRS.“
Diesen Satz findest du im Internet immer wieder.
Das stimmt manchmal auch.
Je nach Jugendamt.

Ich möchte dich aber auf etwas ganz entscheidendes dabei hinweisen:
(Ich würde mich schlecht fühlen, wenn ich’s weglasse)

In § 35a des SGB VIII ist folgendes geregelt:

(1) Kinder oder Jugendliche haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn

1.
ihre seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht, und

2.
daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist.

Von einer seelischen Behinderung bedroht im Sinne dieses Buches sind Kinder oder Jugendliche, bei denen eine Beeinträchtigung ihrer Teilhabe am Leben in der Gesellschaft nach fachlicher Erkenntnis mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist. 

Oh, ist das ein herrliches Amtsdeutsch. Oder?
Was bedeutet das konkret?

Du brauchst ein Gutachten eines Kinderpsychiaters oder Kinderpsychologen. Der muss anhand des ICD-10 bescheinigen, dass es sich um eine Krankheit handelt.
(Ist es nicht beinahe spaßig, dass dein Kind für’s Jugendamt eine Krankheit bescheinigt bekommen muss? Die es aus Sicht der Krankenkassen gar nicht gibt?)
Ein Schelm wer Böses dabei denkt…

Also ist §35 a und der Weg zum Jugendamt die Lösung.
Oder?
Doch nicht?

Klar, kann ich nachvollziehen, dass eine Belastung von mehreren Tausend Euro im Jahr so eine Überlegung in Gang setzt.
Woher sollen die denn auch kommen?
Die Teuros?
Also, zusätzlich zu den normalen Ausgaben…

Ich bitte dich aber eines zu bedenken:
Dieser Befund steht in der Krankenakte deines Kindes.
Nicht nur heute.
Sondern für immer.

Krankenakte?
Na und?
Die sehen doch nur Ärzte.
Oder die Krankenkasse.

Ein Mitarbeiter der Personalabteilung eines Automobilherstellers:
„Wer bei uns zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, erklärt schriftlich den Verzicht auf die ärztliche Schweigepflicht.“
Dieser Satz fiel, als ich mit ihm über eben diesen §35a sprach.

Ich weiß nicht, ob es wirklich stimmt.
Ich weiß auch nicht, wie andere Unternehmen das handhaben.
Aber ich finde die Vorstellung schrecklich.
Und sie macht mir Angst.
Ein bisschen zumindest.


Zusammenfassung für Schnell-Leser

Welches Fazit können wir ziehen?
Was hat es mit dem Thema LRS (Lese Rechtschreibschwäche) auf sich?

Du weißt

  • was LRS bedeutet.
  • dass LRS keine Krankheit ist.
  • welche Trainings-Möglichkeiten es gibt.
  • welche Kosten auf dich zukommen können.
  • welche Maßnahmen sinnvoll sind.
  • warum du dich nicht auf die Schule verlassen sollst.
  • worauf du achten musst, wenn du deinem Kind helfen willst.
    So schnell wie möglich.

Ich möchte dir Mut machen.
Allein, dass du hier gelandet bist, zeigt mir, dass du anders bist als die meisten.
Du bist selber aktiv.
Du willst etwas für dein Kind erreichen.

Du bist auf einem guten Weg.
Mehr Informationen zu den einzelnen Themen findest du auf dieser Internet-Seite.

Falls du jetzt gleich herausfinden möchtest, ob auch deinem Kind das visuelle Lernen ganz einfach helfen kann, dann werde kostenfrei Mitglied in meinem Programm.
Dort klären wir gemeinsam, ob dein Kind mit dieser anderen Art des Lernens klar kommt.
Die Lösung kann also ganz einfach sein.


Lass uns gemeinsam etwas tun, 

damit die Welt zu einem besseren Ort 

für unsere Kinder wird.


Auch Kinder mit LRS können ganz leicht schreiben lernen.
Ich weiß es.
Und du jetzt auch.

Vielen lieben Dank für deine Zeit.
Und für deine Aufmerksamkeit.
Alles Liebe für dich.

Unterschrift TH

P.S.: 
Wenn du jemanden kennst, für den dieser Artikel wichtig sein kann, dann empfehle ihn gerne weiter.

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